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 Katastrophentourist
Ungarn Visegrad Im Hotel Honti habe ich gut geschlafen. Das Dorf blieb vom Hochwasser verschont.

Nach einem intensiven Stop am guten Frühstücksbüffet des kleinen Hotels mache ich mich am nächsten Morgen um kurz nach 09.00 Uhr auf den Weg.

Vorher erkläre ich noch ein letztes Mal auf dieser Reise jemandem die Details meines Wagens. Der Hotelbesitzer will Näheres erfahren, läuft im letzten Augenblick die Stufen des Hotels herunter auf den Parkplatz. In der einen Hand hält er noch die Müslischale vom Frühstück..

Ich kann es mitterweile auswendig aufsagen, weiß genau was für Fragen kommen werden, deshalb komme ich ihm gerade noch zuvor als er den Mund aufmacht, und sage:

 

„über Polen, die Ukraine, Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Italien, Slowenien, Kroatien, weiter über Ungarn, der Slowakei und Österreich nach Deutschland. Drei Zylinder, 900 Kubik, 42 PS, maximal 140,  drei bis vier Liter, neu 12.000 aber gebraucht ab etwa 7.000, weil es mir Spaß macht, nein, ich bin nicht verheiratet!“

 

Ungarn Visegrad ein letzter Spaziergang , vor dem ich wieder nach Deutschland muß.

Er überlegt einen Augenblick... nein, ich habe nichts vergessen, das war es dann, Servus und auf geht's.

Heute geht es nun wirklich wieder nach Deutschland. Das fällt schwer. Zu schön waren die letzten Wochen. Nur gut, daß ich den heutigen Abend bei Freunden in Nürnberg verbringen kann. So zögere ich meine Ankunft in Bad Salzuflen noch ein wenig heraus.

 

Ungarn Visegrad

Die Fahrt entlang der Donau entpuppt sich als spektakulär. Ich bin heute ein Katastrophentourist! Das gesamte Gebiet ist immer noch sehr stark vom Hochwasser gezeichnet. Erst vor wenigen Tagen sind die Wassermassen zurückgewichen, haben aber schlimme Spuren hinterlassen. An den Bäumen entlang der Straße kann man den Höchststand des Wassers noch ablesen. In der Luft liegt ein modrig fauler Geruch. Auf den Feldern und Wiesen liegt Müll.

 

Das Hotel, in dem ich heute übernachtet habe, war nicht direkt betroffen, obwohl es unterhalb der Wasserlinie lag. Man habe -so sagt der Besitzer- fünf Tage lang gearbeitet und 24.000 Säcke Sand gelegt, um den Ortskern erfolgreich zu schützen.Ungarn Heute fahre ich wieder Richtung Deutschland.

Die Sonne scheint durch das Glasdach des SMARTs, und nach kurzer Fahrt erreiche ich in Komarom die Brücke in die Slowakei. Der Zollbeamte ist zu Scherzen aufgelegt. Ein gutes Zeichen, so hoffe ich, für den heutigen Tag. Noch nicht ganz 10.00 Uhr sind es schon 27°C, es wird wieder heiß heute, noch 81 km bis Bratislava.

Zeit für dieses Land kann ich mir nicht nehmen, es liegen noch 800 km vor mir. Auf der guten Fernstraße komme ich schnell voran. So, daß ich schon nach etwa einer Stunde die slowakische Hauptstadt erreiche.

Rechts von mir sind Bauern bei der Ernte. Sonnenblumenfelder bis zum Horizont. Jetzt weiß ich, wo die Blumen für all das Speiseöl herkommen.

In dem kleinen Örtchen Samurin esse  ich  zu Mittag . In einer Fußgängerzone entdeckte ich ein kleines Restaurant. Der Kellner spricht Deutsch und empfiehlt Schweinebraten.

Weiter geht es durch Österreich der deutschen Grenze entgegen, die ich am Nachmittag erreiche. Der Österreichische Rundfunk sendet einen Beitrag zum Thema „Moral und Management“. Ein paar Anrufer haben Interessantes beizutragen, aber in der Nähe von Passau verliere ich den Sender.

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